Die Medaille der Gottesmutter

Sie ist ein Geschenk des Himmels. Am Nachmittag des 27. November 1830 erschien die Gottesmutter Maria der Barmherzigen Schwester Katharina Labouré während des gemeinschaftlichen Gebetes in der Kapelle des Mutterhauses in Paris. Maria stand auf einer Weltkugel. Von ihren ausgebreiteten Händen gingen Strahlen aus. Das Bild war von den Worten: "O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen" umsäumt.- Als zweites Bild erschien die Darstellung der Herzen Jesu und Mariens, darüber der Buchstabe M, der von einem kleinen Kreuz überragt wurde. Maria gab der erstaunten Schwester den Auftrag: "Laß nach diesem Bild eine Medaille prägen. Alle, die sie tragen, werden große Gnaden erhalten. Überreich werden die Gnaden sein für jene, die sie mit Vertrauen tragen!"
Nach Überwindung großer Schwierigkeiten - ihr Beichtvater schenkte den Worten der Schwester keinen Glauben - konnten nach zwei Jahren mit kirchlicher Genehmigung die ersten Medaillen geprägt und verteilt werden.
Durch das Tragen dieser Medaille wurden viele wunderbare Gebetserhörungen bekannt und man sprach bald von der „Medaille miraculeuse", also der „Wunderbaren oder Wundertätigen Medaille". Bis heute erfüllt sich auf der ganzen Welt das Versprechen der Gottesmutter, allen Menschen in leiblicher und geistiger Not durch das Tragen der Medaille zu helfen.
Die Kirche hat durch ein eigenes Fest am 27. November die Medaille bejaht. Gläubige, die eine von einem Priester gesegnete Medaille tragen, sind allgemeine Mitglieder der von Papst Pius X. am 8. Juli 1909 errichteten "Vereinigung von der Wunderbaren Medaille". Sie sollen oft die Anrufung auf der Medaille beten.
Katharina Labouré stammte aus einer großen Bauernfamilie in Burgund und konnte erst mit 23 Jahren nach Überwindung etlicher Hindernisse ihren Lebenstraum verwirklichen und bei den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul eintreten. Im ersten Ausbildungsjahr im Mutterhaus in Paris wurden ihr besondere Gnaden zuteil, aber auch die schwierige Aufgabe, für die Verbreitung der Medaille und ihrer schlichten Botschaft zu sorgen, ohne selber öffentlich in Erscheinung zu treten. Sie sprach darüber nur mit ihren Beichtpriester, einem Lazaristen, und diente als einfache Schwester 46 Jahre lang in einem Altenheim für Männer. Kurz vor ihrem Tod gab sie ihr Geheimnis preis.
Als "Heilige des Schweigens" wurde sie am 27. Juli 1947 zur Ehre der Altäre erhoben. Ihr Leib ruht unversehrt in der Erscheinungskapelle in der Rue du Bac in Paris.

CHOLERA-EPIDEMIE - CORONA-VIRUS

Liebes Mitglied der Vereinigung der Wunderbaren Medaille,

fast scheint es unmöglich, aber Gott kann und will auch heute Wunder tun, nur unser Glaube ist gefragt.

Aus der Ansprache von Papst Franziskus, am 27. März in Rom beim außerordentlichen Segen „URBI ET ORBI“:

Sturm auf dem See (Mk. 4.35)

Uns wurde klar, dass wir alle auf demselben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen gemeinsam zu rudern, alle müssen wir uns gegenseitig beistehen. Der Sturm macht sichtbar, wie wir die Dinge vernachlässigt und aufgegeben haben, die unser Leben und unsere Gemeinschaft nähren, erhalten und stark machen. Herr, Du appellierst an uns, Du appellierst an den Glauben. Nicht nur an den Glauben, dass es Dich gibt, sondern an den Glauben, der uns vertrauensvoll zu Dir kommen lässt.

Liebes Mitglied der WM, wir aber vertrauen auf Gott und die mächtige Fürbitte Mariens, 190 Jahre schon hat Sie durch die „Wunderbare Medaille“ ihre mütterliche Liebe zu uns, so oft in schweren, hoffnungslosen Situationen gezeigt.

Sr. Katharina Laboure sagte: „jetzt muss man sie (die Medaille) verbreiten, Gott wird das Übrige tun“: Das ist auch unsere jetzige Aufgabe in dieser leidvollen Zeit. Nur eine wunderbare Heilung durch die WM möchte ich anführen, aus dem Buch, „Das Leben der Hl. Katharina Laboure“, von Rene Laurentin, Seite 102 / 103. Schon im März 1832 brach die Cholera Epidemie in Paris aus, nach 4 Wochen schon 861 Tode. Die acht jährige Karoline Nenain hatte als Einzige der Klasse in der Schule auf dem Platz des Louvre in Paris, Pfarre Saint- Germain- l´ Auxerrois, die Medaille nicht getragen. Sie wurde als Einzige von der Cholera befallen. Die Schwestern verschafften ihr die Wunderbare Medaille. Sie war sofort geheilt. Am nächsten Tag schon ging sie wieder in die Schule.

O Maria ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!

Beten wir im Vertrauen auf die mächtige Fürbitte Maria, besonders in diesem Jubiläumsjahr 2020.

Wünsche Gottes Segen im Gebet verbunden

Sr. Regina, Diözesanverantwortliche der VWM Salzburg